Dramatis Personae™
In der Reihenfolge ihrer Manifestation (und teilzeitlichen Inkarnation)
Die schillernden Schattenwesen des Flinkiversums™
In dieser Sammlung begegnen wir jenen Figuren, die Vincent Flink auf seiner Reise zwischen Realität, Bürokratie und metaphysischem Zynismus begleiten – oder behindern.
Manche sind real, andere fast. Einige erscheinen nur kurz, um Spuren zu hinterlassen. Andere bleiben – wie ein Update, das sich nicht deinstallieren lässt.
Sie sind die Anarchonauten™ des inneren Weltraums:
Schwarmintelligenzen mit Delle im Orbit, Untergrundpoeten im Warteschleifenmantel.
Hier treten sie auf – nicht geordnet nach Wichtigkeit, sondern nach dem Moment,
in dem sie aus dem Nebel des Ungewissen ins Blickfeld der Erzählung treten.
Denn im Flinkiversum™ entscheidet nicht der Wille – sondern die Manifestation.
Sie wirken wie popkulturelle Bat-Signale in der Verwaltungsnacht.
Wie Glühwürmchen aus Papier, die durch einen Aktenschrank fliegen.
Wie ein Luftzug aus Kindheit, der kurz durch den Besprechungsraum weht
und alle Kalender entstaubt.
Anmerkung zur Lesart
Manche dieser Figuren flackern nur auf – andere schlagen Wurzeln im Seitenrand.
Einige riechen nach Schweiß, andere nach Zukunft. Doch alle – wirklich alle – hinterlassen einen Resonanzabdruck:
ein charakteristisches Echo, das im Gewebe der Geschichte weiterklingt.
Ein Duft, ein Ton, ein Nachklang – manchmal kaum merklich, aber immer spürbar. Nicht, wer sie waren, ist entscheidend. Sondern:
Was in uns schwingt, wenn sie gegangen sind.
Flinkiversum™-Disclaimer
Dieses Werk bewegt sich zwischen Realität und Flinkisierung. Figuren können an echte Menschen erinnern – doch sie sind Spiegel, kein Abbild. Sie entstehen aus Fragmenten, Gefühlen, Erinnerungsfunken und poetischer Verdichtung. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlich lebenden oder verstorbenen Personen ist nicht beabsichtigt, sondern Ausdruck narrativer Resonanz.
Alles ist wahr – aber nichts exakt.
1. Prof. Dr. Rainer H. Rotblech™, Oberregulierungsbeauftragter a.D.
Erste Manifestation: Widmung
Archetyp: Zensurstimme™, Realitätspflegebeauftragter™, Schattenpapst des Systems
Kurzformel: Ein geistiger Funktionär, der die Welt korrigiert, bevor sie gedacht ist
Signaturzitat:
Kapitel nur mit vorangestellter Warnung vor Erkenntnisüberschreitung abdrucken.
Glaskugel-Potenzial: paradox geschlossen (zugänglich nur über Fußnote 0)

Anmerkung
Er schreibt mit rotem Stift, aber das Echo klingt nach Bleistift – wie ein rückwärts gesprochener Erlass in einer staubigen Schublade. Sein Duft: eine Mischung aus Linoleum, Angstschweiß und Verordnungsparfum. Manchmal hört man ihn im Flur murmeln – doch es sind keine Worte, sondern Büroklammern aus Klang.
Sein Resonanzabdruck
Ist ein zitronengelber Tonfall auf grauem Papier: eine synästhetische Schleife, die den Verstand kurz einfriert – und das Herz umso lauter pochen lässt.
2. Vincent Arminius Konrad Flink™
Erste Manifestation: Zitat im Präludium – „Das Licht der Welt…“
Archetyp: Chronist des Absurden™, innerlich gekündigter Held mit Herz und Thermobecher
Kurzformel: Ein Mann zwischen Bugreport und Offenbarung, auf der Suche nach dem wahren Exit-Skript™
Signaturzitat:
Das Licht der Welt, es hat mich erblickt! Und ich habe nicht zurückgeschaut.
Glaskugel-Potenzial: allgegenwärtig (jeder Widerspruch ein Wegweiser)

Anmerkung
Er geht nicht – er tastet. Durch Flure aus Floskeln, durch Träume mit Zettelfalte. Manchmal glaubt er zu fliehen, dabei wandert er nur weiter hinein. Seine Schritte riechen nach alten Druckerschwärzen, sein Blick nach dem Moment, bevor etwas schiefgeht. Er trägt keine Rüstung, aber einen Rucksack voller Protokollfehler.
Sein Resonanzabdruck
Ist ein leicht flimmerndes Piepen in der Bauchgegend – wie wenn ein Faxgerät das Jenseits erreichen will, und nur Vincent hebt ab.
3. Die namenlosen Beamten™
Erste Manifestation: Kapitel Zero – Die Unschuld
Archetyp: Proto-Bürokraten™, Realitätseindämmer™, Erfüllungsgehilfen des Systems
Kurzformel: Unsichtbare Ordnungshüter des Lichts. Immer da - nie ansprechbar.
Signaturzitat:
Und dann kam sofort irgendein Beamter, um es zu regulieren.
Glaskugel-Potenzial: niedrig, aber flächendeckend. Wie Sitzgelegenheiten in Behördenfluren.

Anmerkung
Sie sprechen in Stempelabdrücken.
Ihre Schatten flackern im Neonlicht zwischen Paragraf und Papiermangel. Einzeln unbedeutend – gemeinsam allmächtig.
Sie erscheinen nie zur rechten Zeit, aber immer genau dann, wenn Hoffnung sich regt.
Keiner kennt ihre Gesichter – aber jeder kennt ihre Wirkung:
eine Mischung aus erhöhter Herzfrequenz und dem plötzlichen Wunsch, „alles abzusagen“.
Ihr Resonanzabdruck
Ist ein sanftes Knistern in der Luftröhre, wie beim Einatmen von Kopierpapierstaub nach zehn Jahren Amtsstille. Man hört es nicht – aber man lebt damit.
4. Die Hebamme™ (vielleicht)
Erste Manifestation: Kapitel Zero – Die Unschuld
Archetyp: Mögliche Geburtshelferin™, Projektion fürsorglicher Autorität
Kurzformel: Sagte angeblich: „Ein stilles Kind.“ Niemand weiß, ob sie existierte. Auch nicht das Kind.
Signaturzitat:
Die Hebamme nannte mich ‘ein stilles Kind’. Später stellte sich heraus, ich hatte einfach keinen Bock.
Glaskugel-Potenzial: schwebend (zwischen den ersten Sonnenstrahlen am Morgen und Fiktion)

Anmerkung
Sie steht am Anfang – und vielleicht auch nicht. Ein Schatten im Geburtsprotokoll, eine Stimme ohne Stimmband. War sie da? Oder war sie nur die letzte sanfte Erinnerung an eine warme Wand? Ein leiser Windzug zwischen Bauch und Welt. Vielleicht trug sie ein Namensschild. Vielleicht war es das Datum.
Sie ist nicht Figur – sie ist das Flimmern zwischen Inkarnation und Bürokratie.
Ihr Resonanzabdruck
Ein bläulicher Ton wie durch Wasser, wenn jemand unter der Oberfläche „Willkommen“ flüstert.
So weich, dass man ihn vergisst – aber nie ganz verlässt.
5. P.T.A. [Name unkenntlich gemacht], pharmazeutisch-technische Assistentin a.D.
Erste Manifestation: Kapitel Zero (Etikettierungsverlust auf Station C)
Archetyp: Systemzahnrad im Grenzbereich™, tragische Nebenfigur mit Schicksalspotenzial, Hüterin des verlorenen Etiketts
Kurzformel: Eine Frau zwischen Kunstlicht, Kopfschmerzen und vier identischen Neugeborenen – sie entschied nach Gefühl und schrieb damit Flinks Namen ins Falsche
Signaturzitat:
Ich hatte das Gefühl, dieser hier hieß Vincent.
Glaskugel-Potenzial: unklar erfasst (lichte Momente zwischen Reagenzglas und Reue)
Vermerk der Ethikkommission:
„Verantwortung anteilig feststellbar. Systemisches Mitverschulden wird als tragisch-menschlicher Zwischenfall gewertet. Weitere Befragung nicht erforderlich.“

Anmerkung
Sie war nicht vorbereitet auf den Montagmorgen, das flackernde Licht über Bett Nr. 4 oder die fast identischen Kinderstimmen im Inkubatorraum. Ein Etikett fiel zu Boden, ein Telefon klingelte.
Es war keine Entscheidung, es war ein Zwischenzustand. Ein Tastendruck im falschen Moment – und ein Lebenslauf begann mit einem Tippfehler. Vielleicht hat sie es nie erfahren. Oder sie denkt manchmal beim Zähneputzen daran. Und fragt sich: „Was, wenn es der andere war?“
Ihr Resonanzabdruck
Der Geschmack von Tinte auf Haut, vermischt mit dem Klang einer durchgestrichenen Identität.
Ein leiser Fehler, der nach Papier riecht – und sich trotzdem wie Schuld anfühlt.
6. OMR Dr. rer. biol. hum. Hartmut Nestelmeier, Vorsitzender der HEGBiFoKo™
Erste Manifestation: Kapitel Zero (Ethikkommissionsprotokoll 24.1b)
Archetyp: Verwaltungsbiologe™, Kommissionsbeamter für Geburtsidentität™, Beamtenorakel mit Spezialgebiet Desynchronisation
Kurzformel: Ein klinisch denkender Ethikveteran, der selbst im Zweifel ein Protokoll führt – solange die Kaffeemaschine funktioniert
Signaturzitat:
Emotionale Improvisationsleistung im Grenzbereich administrativer Belastung.
Glaskugel-Potenzial: mittlere Trübung (hell werdend bei Kopfschmerzfreiheit)
Geheime Zusatzbedeutung von OMR: Organisierter Menschlichkeits-Rückbau™ (nur in internen Vermerken bekannt, offiziell dementiert)

Anmerkung
Sein Kugelschreiber summte mit dem Tonfall eines Verwaltungsmantras.
Nestelmeier sprach selten – aber wenn, dann klang es wie eine Fußnote zu einem Protokoll, das niemand lesen will. Er ist ein Mann, der Empathie mit einem Häkchen versieht und dann ablässt.
Seine Gedanken riechen nach leerem Wartezimmer und Milchpulver. Er glaubt an Objektivität – auch wenn sie wie ein nervöser Zebrastreifen durch die Akte zittert. Für Vincent war er nicht sichtbar. Und doch war er der erste, der über ihn urteilte. In Abwesenheit. Mit Siegel. Und Büroklammer.
Sein Resonanzabdruck
Ein schimmerndes Protokoll im Kopf, das beim Lesen nach Plastikbecher schmeckt und nach Frühdienst klingt – mit dem Echo einer Leuchtstoffröhre, die nie ganz ausging.
7. Batatschu(c)k™ – das verwanzte Erkenntniswesen aus der Lücke
Erste Manifestation: Kapitel Zero – Postnatale Desynchronisation / Fußnotenbereich
Archetyp: metaphysischer Systemcrasher™, nicht-menschliches Erkenntniswesen
Kurzformel: Er kommt. Er kollabiert. Er bleibt.
Signaturzitat:
Das kann nicht wahr sein! Das ist alles Quatsch!
Glaskugel-Potenzial: permanent aktiviert – sobald das Universum zu systemisch wird

Anmerkung
Der Batatschu(c)k erscheint immer dann, wenn das Leben zu laut, zu absurd oder zu logisch wird. Er ist kein Mensch. Er ist ein Zustand. Eine Präsenz.
Ein Zwischenruf aus der Tiefe des Bewusstseins. Er lebt in Vorlesungen, Meetings und Momenten, in denen dir klar wird:
„Das hier ist alles zu perfekt, um wahr zu sein – und zu blöd, um zu funktionieren.“
Man erkennt ihn nicht – man erkennt sich selbst in ihm. Und wer einmal einen Batatschu(c)k-Moment™ hatte, weiß: Danach wird nichts mehr so sein wie vorher. Nur ehrlicher.
Sein Resonanzabdruck
Sein Klang war wie ein kollabierender Bildschirm: blau flackernd, dann schwarz –
und plötzlich sprach die Stille in CAPSLOCK. Er roch nach durchgeschmortem Stromkabel und schmeckte nach Wahrheit mit fehlerhafter Formatierung.
Wenn der Batatschu(c)k auftauchte, knisterte die Luft wie ein Faxgerät mit Burnout. Er war das Geräusch, das entsteht, wenn ein Gedankenkarussell aus der Spur springt – ein Gefühl zwischen Meta-Epilepsie und kosmischer Gänsehaut.
Und während alles krachte, lächelte er mit dem Gesicht eines defekten Rauchmelders.
8. Knutsch-Ulrich Neunmalklug™
Erste Manifestation: Kapitel 1.0 - Die Grundschule
Archetyp: Frühreifer Besserwisser™, tragischer Held der Korrektheit
Kurzformel: Ein kleiner Diktator mit Zahnlücke und Hang zur Wahrheit in ihrer tödlichsten Form
Signaturzitat:
Also eigentlich ist das nicht ganz korrekt…
Glaskugel-Potenzial: niedrig – aber konstant störend. Wie eine Fehlermeldung im Gehirn

Anmerkung
Er kam mit einem Lineal auf die Welt – metaphorisch, versteht sich – und maß seitdem alles: Sätze, Schiefertafeln, Freundlichkeit.
Knutsch-Ulrich hatte kein Gespür für soziale Temperatur, dafür ein Thermometer im Herzen. Wenn andere Kinder vom Spielen schwitzten, schwitzte er vom Denken. Er küsste nie wirklich - der Spitzname war ein Akt kollektiver Ironie. Seine Lieblingsfächer: Korrektur und Gerechtigkeit. Seine Schwäche: die Welt.
Sein Resonanzabdruck
Ein trockener Mehlstaubgeschmack im Mund, wenn jemand zu laut lacht. Sein Denken klingt wie das Quietschen eines Tafelschwämmchens – und riecht nach frisch gespitztem Bleistift am Tag der Rückgabe.
9. Thomas™
Erste Manifestation: Kapitel 1.0 - Die Grundschule
Archetyp: Der unklassifizierbare Störfaktor™, kindlicher Anarchist mit Flugphantasie
Kurzformel: Ein Bug in der pädagogischen Matrix, zu wild für Diagnosen, zu wahr für die Klasse
Signaturzitat:
(mutmaßlich)
Das ist ein Flugzeug. Oder ein Penis.
Glaskugel-Potenzial: interdimensional (unterdrückt, aber nicht gelöscht

Anmerkung
Thomas war das Gegenteil eines Klassenziels.
Er schrieb mit links, redete quer und bastelte aus Schaumstoffrollen Waffen gegen die Wirklichkeit. Die Lehrkräfte behandelten ihn wie einen Kurzschluss im Bildungssystem: gefährlich, störend, aber irgendwie faszinierend. Er flog nicht nur gedanklich durch den Raum – oft auch körperlich. Er wurde festgebunden. Nicht aus Bosheit – sondern aus Ratlosigkeit. Die Norm erkannte ihn nicht – also wurde sie gegen ihn angewendet.
Sein Resonanzabdruck
Eine flackernde Energiesparlampe im Kopf, die beim Summen nach Freiheit riecht. Sein Lachen schmeckt wie Batteriestrom mit Brause-Pulver – und klingt wie das Klirren eines Geodreiecks, das gegen das Fenster schlägt, während draußen der Wind sagt: „Lauf.“
10. Frau Schmitz™
Erste Manifestation: Kapitel 1.0 - Die Grundschule
Archetyp: Pädagogin der alten Schule™, Spezialistin für stille Kinder und angebundene Kreativität
Kurzformel: Glaubt an Struktur, Ordnung – und Seile aus dem Turnbeutel
Signaturzitat:
(unausgesprochen, aber wirksam)
Stillsein ist erziehbar – man muss nur wollen.
Glaskugel-Potenzial: latent gefährlich (besonders in Nähe von Gaffer-Tape)

Anmerkung
Frau Schmitz™ war die Manifestation von Maßregelung – eine Mischung aus Haarspray, Mottenkugeln und pädagogischer Finalität.
Ihr Blick konnte Tischreihen begradigen, ihr Schweigen war lauter als jedes Kind. Für sie war jeder Schüler ein Störsender, der erst durch Disziplin auf Empfang gebracht werden musste. Sie verwechselte Unruhe mit Ungehorsam, Fantasie mit Fehlverhalten. Ihr Ziel: Ruhe im Raum. Ihr Weg: die Leine der Anpassung.
Sie band Kinder nicht an, sie „hielt sie fest“.
Ihr Resonanzabdruck
Ein säuerlich scharfer Geruch nach Laminat, Angstschweiß und Radiergummi. Ihre Stimme klingt wie das Knarzen eines zu alten Stuhls auf einem opulenten Orientteppich, und schmeckt nach kaltem Kamillentee mit einem Tropfen Schuldgefühl.
11. Der Junge mit dem Rechenschieber™
Erste Manifestation: Kapitel 1.0 – AUSBLICK: Die berechnete Leere
Archetyp: Zahlenflüsterer™, Kontrollfanatiker mit gebrochener Formel
Kurzformel: Rechnet mit allem – außer mit dem Leben
Signaturzitat:
Ich habe das Volumen vorher exakt berechnet.
Glaskugel-Potenzial: hochpräzise, aber fragil (kollabiert jenseits von 42 Einheiten)

Anmerkung
Er war der Junge, der alles ausrechnete – selbst den Luftdruck im Klassenraum.
Er maß Spielplätze in Kubikmetern, analysierte Freundschaften in Diagrammen und notierte Gesprächspausen wie Dezimalstellen.
Doch das Leben folgte keiner Formel.
Seine tragische Parabel: Je genauer er wurde, desto weiter entfernte er sich vom Jetzt.
Er sprach in Algorithmen, doch keiner verstand die Syntax.
Vielleicht war er ein verlorener Sohn der Rationalität – oder nur ein Kind mit einem Rechenschieber, das zu früh begriff, dass Logik keine Liebe kennt.
Sein Resonanzabdruck
Ein leises Klicken, wie von Lineal auf Tischkante. Die Luft um ihn roch nach Batterieflüssigkeit und mathematischen Formeln. Sein Blick: ein Laserpointer der Verunsicherung, sein Schweigen: der Piepton eines Taschenrechners, der Error sagt.
12. Prof. Dr. rer. cos. Ling-Hua Faa™
Erste Manifestation: Kapitel 1.0 – AUSBLICK: Die berechnete Leere
Archetyp: Weltformelträumer™, akademischer Restposten™, Relativitätspraktiker im Exil
Kurzformel: Promoviert im Unmessbaren, gescheitert am Praktischen – ein Mann, dessen Gleichungen stimmten, solange niemand den Raum betrat
Signaturzitat:
Theorie stark. Praxis kaputt. Bitte nicht wiederholen – mit scharf.
Glaskugel-Potenzial: interferierend (sichtbar nur im Zwischenraum von Idee und Umzugskarton)
Institutionelle Herkunft: Flaohu Fa-Institut™ für Kosmisch-praktische Unschärfe
Offizielles Motto: „Wir forschen. Irgendwo.“
(Wissenstransfer primär in andere Hemisphären)

Anmerkung
Ling-Hua Faa™ ist der Professor, der in Fußnoten wohnt.
Er taucht auf wie ein quantenmechanischer Fehlerbericht – stets elegant gekleidet, mit einer Aura aus Kreide, Kombucha und verpassten Anschlussflügen.
Er lehrt Raumzeitoptimierung, doch findet seinen Schlüssel nie.
Seine Seminare sind legendär: keiner versteht sie, alle verlassen sie verändert.
Er redet mit Diagrammen, als wären sie alte Freunde – und schweigt in Momenten, die dringend Praxis gebraucht hätten. Für Vincent wurde er zum mystischen Wegweiser, der sich stets einen Schritt neben der Realität bewegte.
Sein Resonanzabdruck
Ein Nebel aus Lorbeer und Laserlicht. Wenn er spricht, klingt es wie Schallplatten auf Warp-Geschwindigkeit. Sein Schatten bewegt sich anders als sein Körper. Man hat das Gefühl, seine Worte kommen durch eine Raumverzögerung – und treffen das Herz erst, wenn der Verstand schon gegangen ist.